Sonnenschutz und Hauterkrankungen

Die Wissenschaft geht davon aus, dass gefährliche Hauterkrankungen wie Melanome, Basaliome oder andere Krebsarten durch eine Überdosis an Sonne, also durch zuviel UV-Strahlen entstehen oder zumindest gefördert werden. Sowohl Sonnenbrände wie auch eine Summierung der Sonnenstunden über Jahre sollen dazu beitragen. Bis zu unserem 18. Lebensjahr haben viele von uns schon 80% der UV-Strahlen des ganzen Lebens abbekommen.

Bekannt ist aber auch, dass die Sonnencrèmes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor ein Cocktail mit hormonaktiven UV-Filtern sind. Niemand weiss genau, was das in unserem Körper anrichtet. Einzelne Inhaltsstoffe sind allergie – oder sogar krebsfördernd. Offenbar gibt es auch keine Beweise dafür, dass die Sonnencrèmes vor Hautkrebs schützen oder das gesamte Spektrum von UVA- und UVB-Strahlen abdecken. Welcher Anteil dieser Strahlen in welchem Ausmass zum Hautkrebs beiträgt, ist unklar.

WIE KANN ICH MEINE HAUT VOR UV-STRAHLEN SCHÜTZEN, OHNE MEINEN KÖRPER MIT DEN SCHÄDLICHEN INHALTSSTOFFEN DER SONNENCRÈMES ZU BELASTEN?

1. Körperbedeckende Kleidung tragen, Kleidung mit UV Schutz. Dunkle Kleidung schützt besser als helle.

2. Um die Mittagszeit, von 11 Uhr bis 15 Uhr die Sonne meiden, vor allem mit kleinen Kindern (*siehe unten, „Kinder in der Sonne“), da ihre Haut noch viel empfindlicher ist. Auch im Schatten kann man einen Sonnenbrand kriegen. Ein bewölkter Himmel schützt nicht vor Sonnenbrand.

3. Sonnencrème auftragen, richtig viel davon und nach jedem Baden erneuern. Ein Präparat gilt als wasserfest, wenn nach 2x 20 Minuten baden noch 50% des ursprünglichen Schutzes vorhanden ist (!).

Achten Sie bei der Sonnencrème auf mineralische und keine chemischen Filter. Je besser die Crème in die Haut einzieht, um so bedenklicher sind die Inhaltsstoffe.

Achten Sie beim Kauf die Deklaration des Produktes:

Mineralischer Lichtschutz, 100% natürlich | Frei von synthetischen Lichtschutzfiltern | Inhaltsstoffe aus natürlichem Ursprung | Ohne synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe | PEG, SLS und Paraben frei | Ohne genmanipulierte Organismen | Ohne Paraffin, Silikon und Erdölprodukte | Alkoholfrei | Frei von Aluminiumsalzen | Unschädlich für Korallenriffe, Wasserorganismen und Gewässer

Kinder in der Sonne

Babys und Kleinkinder sollten bis zum Alter von zwei Jahren überhaupt nicht direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden. Kinderhaut ist viel dünner als die Haut eines Erwachsenen und hat nur gerade eine Eigenschutzzeit von 2 bis 7 Minuten.

Ein Sonnenbrand bei Kindern ist eine schwere Verbrennung. Des Weiteren steigt das Hautkrebsrisiko bei einer Verbrennung beträchtlich!

Sonnenlicht kommt nicht nur von oben, es reflektiert in alle Richtungen, deshalb ist ein Sonnenschutz auch im Schatten wichtig (Creme, Kleidung, Hütchen, Sonnenbrille etc.).

Während der grössten Bestrahlung des Tages, zwischen 11 und 15 Uhr, sollten Kleinkinder bei sonnigem Wetter nicht draussen spielen.
Nach dem Baden müssen Kinder sofort gut abgetrocknet werden, denn Wasser wirkt auf der Haut wie ein Brennglas und verstärkt die Strahlung massiv.

Babies unter einem Jahr möglichst nicht mit Sonnencrème eincrèmen, da nicht ausreichend untersucht ist, wie chemische UV-Filter auf die empfindliche Babyhaut wirken.

Vorsicht auch vor Produkten, die mit Hilfe von Nanotechnologie hergestellt wurden! Nanopartikel können sehr tief in die Haut eindringen, gerade bei Sonnenbestrahlung. Die Folgen für Mensch und Umwelt sind noch unerforscht.

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