Homöopathie bei Liebeskummer

Kann man ein gebrochenes Herz reparieren?

Liebe ist per Definition schön, aber umgekehrt kann sie verwunden, vernarben und zerstören. Je intensiver die Liebe, desto härter und niederschmetternder der Fall, was durch viele große, tragische Liebesgeschichten, bestätigt wird: Romeo und Julia, Tristan und Isolde, Cleopatra und Marc Antony, Layla und Manjun, die Liste geht weiter. Darin liegt das Paradoxon, große Liebe – oft großer, nicht aushaltbarer Schmerz.

Ohne in die Geschichte einzugehen, steht der Valentinstag für einen Tag, an dem die Menschen ihre Gefühle der Liebe bekennen.

Für viele Menschen kann dieser Tag jedoch eine Quelle des persönlichen Aufruhrs sein, nämlich für diejenigen, die mit ihrer eigenen verlorenen Liebe und einem gebrochenen Herzen konfrontiert sind.

Zu Beginn jeder romantischen Beziehung kann man sich unzerstörbar und übermenschlich fühlen; „Wir sind anders, unsere Liebe ist unüberwindlich, ewig, wir sind etwas Besonderes und werden keine Statistik auf der Seite der Zusammenbrüche von Beziehungen sein.“

Philosophisch betrachtet, bleibt jedoch nichts ewig bestehen. Wir können die Liebe der Ewigkeit versprechen, obwohl die Ewigkeit definitionsgemäß keine Schlussfolgerung haben kann. Oft folgt aber das grosse, emotionale Leiden.

In den Behandlungen ist nicht selten eine zerbrochene Liebe eine grosse Ursache für Verzweiflung, Trauer, Depression, Ängste. Die Liebe wird oft definiert als „Zuneigung, Wertschätzung, Hingabe, Emotion, Vorliebe, Betäubung, Lust und Leidenschaft“. Starke, schöne, positive Worte, die Wärme und Geborgenheit erzeugen. Nimmt man nun die Antonyme, wird das Ausmass der negativen Kraft klar, welche die vermeintliche Liebe auslösen kann: „Abneigung, Ablehnung, Hass, Gleichgültigkeit, Enttäuschung, Elend, Trauer, Verrat.“

Diese heftig gespürten Verletzungen, haben einen grossen Einfluss auf die körperliche Gesundheit.

James Tyler Kent sagt in „Lectures on Homoeopathic Philosophy“: „Der Mensch besteht aus dem, was er denkt und was er liebt, und es gibt nichts anderes im Menschen.“

Auf dieser Grundlage können mehrere wichtige homöopathische Mittel dazu beitragen, emotionalen Traumata infolge verlorener Liebe entgegenzuwirken, die Trauer abzufangen und den fragilen Zustand zu mindern:

Aconit (Aconitum Napellus)

Im ersten Schock, bei Auflösung der Beziehung
Beim Gefühl, ohne den Liebsten sterben zu können (zu wollen)
Angst, Ärger
Angst und Unruhe

Ignatia (Ignatia Amara)

Untröstlich
Liebeskrank wegen der Enttäuschung
Seufzen ist offensichtlich und unwillkürlich
Kann sich schnell vom Lachen zum Weinen ändern
Oft unfähig und hysterisch

Natrium Muriaticum

Zieht sich in der Trauer zurück, melancholisch. Macht es mit sich selber aus.
Trösten verschlimmert
Migräne, Herzklopfen und Hauterkrankungen

Staphysagria

Verletzt, gedemütigt, gekränkt
Heftige Gefühlsregungen, bis hin zur Gewalt.
Kann Emotionen unterdrücken
Fühlen Sie sich schwach
Inneres Köcheln, um „Überkochen“ zu zeigen

Hyoscymus (Hyosymus Niger)

Eifersüchtig
Hysterisch, reizbar, nervös
Gehässigkeit
Oft gewalttätige, inkohärente Sprache oder Neigung, über alles zu lachen, was manchmal zu Anfällen führt
Zerstört alle Erinnerungen an Liebhaber

Aurum Metallicum

Zutiefst melancholisch und depressiv.
Selbstverletzung bis hin zur Suizidneigung.
Müde vom Leben, düster und schweigsam

Phos-acidum (Phosphorsäure)

Gleichgültigkeit trotz enttäuschter Liebe
Fehlende Reaktion
Schwäche, Apathie.
Abmagerung
Gefühle von Verlust und Trauer
Rückzug
Mangelndes Interesse am Leben, will nicht leben

Es gibt viele weitere Mittel, die hinzugefügt werden könnten, jedoch werden mit diesen Arzneien die wichtigsten Reaktionen auf den verheerenden Verlust romantischer Liebe abgedeckt.

Utopisch schön wäre es, dass jeder bedingungslose Liebe mit Respekt vor dem empfindlichen Herzen eines anderen Menschen ausübt. Und auch wenn kein Schmerz mit dem Verlust der Liebe zu vergleichen ist, macht es alles einfacher, wenn man sich in Dankbarkeit vom Gegenüber verabschiedet, denn jede Begegnung ist einzigartig, unersetzlich und unwiederbringlich.

In diesem Zusammenhang empfehle ich, die schönen Worte von Derek Walcott in dem Gedicht „Love after Love“ zu lesen; ein brillanter Ausdruck der eigenen Bedürftigkeit. Liebe dich selbst in all deiner Rohheit und Verletzlichkeit.

‘The time will come
when, with elation
you will greet yourself arriving
at your own door, in your own mirror
and each will smile at the other’s welcome,
and say, sit here. Eat.
You will love again the stranger who was yourself.
Give wine. Give bread. Give back your heart

to itself, to the stranger who has loved you
all your life, whom you ignored
for another, who knows you by heart.
Take down the love letters from the bookshelf,
the photographs, the desperate notes,
peel your own image from the mirror.
Sit. Feast on your life.’

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